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Bürgerbündnis unterstützt Döpfner

06.11.2014

Stiftung weist Kritik von Bürgerinitiative zurück


"Nauener Vorstadt - Im Konflikt um den Park der Villa Henckel erhält Mäzen und Springer-Vorstand Mathias Döpfner verbale Unterstützung aus der Stadtpolitik. Die Fraktion Bürgerbündnis veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, in der sie Döpfner ausdrücklich für sein Engagement dankt. Dem nächsten Stammtisch der Wählergruppe am 19. November habe man deshalb ein besonderes Motto gegeben: „Großzügige Spender – dankbare Bürger“. Ab 19 Uhr soll es dabei im „Augustiner“-Wirtshaus in der Mittelstraße um das Verhältnis von Potsdam zu seinen Mäzenen wie Hasso Plattner oder Günther Jauch gehen. Das Bürgerbündnis kritisierte: „Statt solchen Spendern zu danken, finden sich immer wieder Menschen, die aus egoistischen persönlichen Motiven dieses Engagement schlecht reden und dagegen angehen.“

Döpfner will den jetzt mit einem Maschendrahtzaun eingefriedeten, sechs Hektar großen Park auf eigene Kosten sanieren und die angrenzende, völlig marode Villa Schliefen zu einem Kunstmuseum machen. Eine Bürgerinitiative kämpft seit Wochen gegen die Einfriedung des Parks – aus Sicht der Stiftung ist der von ihr sogenannte Bauzaun nötig, um Gefahr für Leib und Leben zu vermeiden. Die Linke hat für die heutige Stadtverordnetenversammlung beantragt, den Zaun unverzüglich zu entfernen und Sicherungsmaßnahmen auf ein zwingend notwendiges Maß zu begrenzen. Nach PNN-Informationen gilt es als ausgemacht, dass über den Antrag zunächst nicht abgestimmt und er in die Fachausschüsse überwiesen wird.

Zugleich musste die SPSG im vergangenen Monat wegen des anhaltenden öffentlichen Drucks ihre mit Döpfner geschlossene Vereinbarung ändern, wonach der Park der Villa Henckel nach der Sanierung an den Wochenenden für Besucher gesperrt werden sollte. Auch die Potsdamer Rathausspitze hatte auf die Einhaltung des Bebauungsplans für den Pfingstberg bestanden, in dem das Areal als öffentliche Grünfläche ausgewiesen ist. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass der Park die ganze Woche über geöffnet ist, Döpfner dafür seine Villa Henckel einzäunen kann.

Zugleich erwägt der Springer-Chef wie berichtet den Rückzug von dem Projekt, auch weil er den Rückhalt von Stadt und Schlösserstiftung vermisst. Offiziell äußert er sich derzeit nicht zu dem Fall. In der nächsten Woche ist ein weiteres Spitzengespräch mit Döpfner geplant, an dem auch Stiftungsgeneraldirektor Hartmut Dorgerloh teilnehmen wird.

Dieser hatte zuletzt erklärt, es gebe „noch eine Chance, für Potsdam ein Stück Unesco- Welterbe wiederzugewinnen“. Die sollte man nutzen, so Dorgerloh.HK "

Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten vom 05.11.2014

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

Das Bürgerbündnis Potsdam vertritt seit über 20 Jahren in der Kommunalpolitik die Anliegen von Menschen, denen Potsdam am Herzen liegt. Ohne Parteizwang, ohne Lobbyismus - dafür mit Sachverstand und Leidenschaft für die Interessen der Bürger unserer Stadt.