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Insel Nedlitz: Bürger unterstützen Klage

13.01.2022

Verdichtungspläne bei Bauprojekt sorgen im Ort für Widerstand


Neu Fahrland. Der Konflikt um die geplante Bebauung der westlichen Nedlitzinsel spitzt sich weiter zu  bis hin zu möglichen juristischen Schritten. Sollte es tatsächlich soweit kommen, dürfte genug Geld für die Finanzierung einer Klage da sein. Laut Ortsvorsteherin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) ist der Zuspruch vor Ort groß: „Mich haben in den vergangenen Wochen sehr viele Schreiben von Menschen erreicht, die empört sind und uns unterstützen wollen." Zusammengezählt würden sich die bislang in Aussicht gestellten Beträge auf „eine sechsstellige Summe" belaufen, so Klockow. Bei einer Klage würde es darum gehen, eine verdichtete Bebauung zu verhindern. Investor und Stadtverwaltung plädieren für die Verdichtung, weil gleichzeitig ein öffentlicher Park sowie eine gewisse Zahl von Sozialwohnungen geschaffen werden sollen; unter den Stadtverordneten gehen die Meinungen auseinander. Ende Januar soll die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. Im Ortsbeirat Neu Fahrland ist am Dienstag ein Änderungsantrag für die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung beschlossen worden. Im Kern geht es darum, an dem Stadtverordnetenbeschluss von 2014 festzuhalten dieser sieht eine geringere Bebauung vor. Das aktuelle städtebauliche Konzept der Stadtverwaltung stelle „ einen Kniefall vor dem Investor" dar und verfolge „eine maximale, gewinnorientierte Verwertung des Areals ". Der Änderungsantrag fordert unter anderem den Bau einer Nordumfahrung für Lkws, um den Lärm von der B2 zu mindern, sowie die Schaffung eines Inselrundwegs. In der Begründung des Antrags wird auf die übergeordneten Planungsziele der Landeshauptstadt hingewiesen diese würden außer Acht gelassen: So werde im Landschaftsplan von 2012 zu einer „Wiederherstellung gestörter, geschädigter und ausgeräumter Landschaftsteile" geraten; insbesondere für die Insel Neu Fahrland eine „ naturschutzfachliche Aufwertung brachgefallener Bauflächen auch im Bereich der Insel Neu Fahrland" empfohlen. Weiterer Kritikpunkt: Trotz einer Schutzempfehlung für das Unesco-Welterbegebiet und die umgebende historische Kulturlandschaft soll ein fünfstöckiger Bau auf die südwestliche Inselspitze gesetzt werden. Und: „Laut Trinkwasserschutzverordnung befindet sich das Gebiet der Insel Neu Fahrland in der Trinkwasserschutzzone III" hier sei eine Verdichtung unzulässig. jr

Quelle: Märkische Allgemeine vom 13.01.2022

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