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Kompromiss zum Podcast-Festival

16.07.2018

Die Veranstalter des ersten Podcast-Festivals errichten statt der umstrittenen Seebühne zwei kleinere Bühnen auf einem Privatgrundstück. Am 21. Juli rechnen sie mit 400 Gästen, so Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow nach einem ersten Direkt-Kontakt


Im Streit um das Podcast-Festival am Fahrländer See ist es zu einer Verständigung der Veranstalter mit der Ortsvorsteherin von Neu Fahrland gekommen. „Es wäre gut gewesen, wenn wir nicht erst durch Medien von der Veranstaltung erfahren hätten, sondern frühzeitig informiert worden wären“, sagte Carmen Klockow (Bürgerbündnis) nach dem Treffen.

Wie berichtet, hatten die Neu-Fahrländer Alarm geschlagen, weil mitten im Schilfgürtel mit dem Bau einer Seebühne begonnen wurde. Klockow beschwerte sich in einem Brief an den Oberbürgermeister, dass der Ortsbeirat weder vorab konsultiert, noch zeitnah informiert worden sei. Nach ihrem Protest stellte sich heraus, dass es für den Bau dieser Bühne keine Genehmigung gibt. Nach dem Bericht der MAZ ordnete das Rathaus an, dass die Seebühne bis Dienstag wieder abgebaut werden muss. Die Veranstalter hätten sich mittlerweile für ihr Vorgehen entschuldigt, sagte Ortsvorsteherin Klockow am Sonntag. Das Festival wird nach ihren Angaben statt finden, allerdings ohne Wasserbühne: „Da die Veranstaltung auf einem Privatgelände stattfinde, und man nicht mehr als 500 Personen pro Veranstaltungstag erwarte, sei eine behördliche Genehmigung für die Veranstaltung nicht erforderlich gewesen.“ Am Samstag, dem 21. Juli, seien interessierte Bürger eingeladen, sich von 11 bis 13 Uhr „vor Ort ein Bild vom Veranstaltungsgelände zu machen“. Die Ortsvorsteherin betonte: „Natur- und Landschaftsschutz sind nicht verhandelbar!“ Ihr sei in dem Gespräch zugesichert worden, dass der Lärmschutz und alle übrigen Vorschriften eingehalten würden. Auseinander gegangen sei man mit der Übereinkunft, „dass durchaus eine Wiederholung vorstellbar ist“, so Klockow, „wenn die Veranstaltung störungsfrei verläuft. Dann aber bitte außerhalb des Natur- und Landschaftsschutzgebietes!“ Als Alternative für das nächste Jahr habe sie auf die Sport- und Freizeitfläche „An der Birnenplantage“ verwiesen. „Mein Vorschlag, im nächsten Jahr dort ein Sommerfest mit Festival durchzuführen, stieß auf zustimmendes Interesse.“ Die Veranstalter teilten der Ortsvorsteherin per Mail mit, dass am Samstag rund 400, am Sonntag deutlich weniger Teilnehmer erwartet würden. Die Beschallung werde sich „auf das gesprochene Wort konzentrieren und relativ leise stattfinden“. Es werde eine Hauptbühne für „Podcast-Live-Sessions“ und eine kleinere Bühne für Lesung und Workshops geben. Ausklingen werde der Abend mit Ambient-Musik. Die Tontechnik werde von der Firma Detailklang übernommen, die auch Dienstleister für den Deutschen Bundestag sei. Die Gäste kommen mit dem öffentlichen Nahverkehr. Sie würden per Shuttlebus von der Haltestelle Campus Jungfernsee abgeholt, weil es auf dem Gelände keine Parkmöglichkeit gebe. Der Ertrag des Festivals gehe „zu 100 Prozent“ an die Arche in Drewitz, die Partner des Festivals sei.

 

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 15.07.2018

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