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NEWS aus Bau- und Hauptausschuss dieser Woche

14.03.2013

Votum für Alte Post à la Bernd Redlich - Vorabstimmung zu umstrittenem Eckneubau
MAZ vom 14.03.2013
Das Eckhaus an der Yorck-/Friedrich-Ebert-Straße soll von der städtischen ProPotsdam nach dem Entwurf des Architekten Bernd Redlich in Anlehnung an das Äußere des im 18. Jahrhundert errichteten historischen Vorgängerbaus errichtet werden. Im Hauptausschuss fand dieser Antrag der Fraktionen BürgerBündnis und CDU/ANW gestern Abend mit den Stimmen der Fraktionen Linke und Andere eine klare Mehrheit. SPD, FDP und Potsdamer Demokraten stimmten dagegen, Peter Schüler (Grüne) enthielt sich der Stimme. Die endgültige Entscheidung über die Gestalt des neuen Gebäudes an der Stelle des 2009 abgerissenen Hauses des Reisens liegt bei der Stadtverordnetenversammlung. SPD-Fraktionschef Mike Schubert plädierte vor der gestrigen Abstimmung für die Errichtung eines Hauses mit der Fassadenrekonstruktion nach Georg Christian Unger. Bauunternehmer Wolfhard Kirsch (BürgerBündnis) behauptete jedoch ebenso wie Baudezernent Matthias Klipp (Grüne), dass die aus dem Jahr 1783 stammende Alte Post nach heutigem Baurecht gar nicht genehmigungsfähig wäre. Der Berliner Anästhesist Daniel Panzer, der die Fassade originalgetreu rekonstruieren will, wurde in Abwesenheit mit Schmähungen bedacht. ProPotsdam-Chef Horst Müller-Zinsius sprach vom „Entwurf eines sogenannten Investors“ mit „historischen Verfälschungen, dass sich die Balken bieten“. (V.O)

Schulanbau: Kritik an Architektur von Guido Berg
PNN vom 14.03.2013
Teltower Vorstadt – Die Architektur des geplanten Schulanbaus für das Humboldt-Gymnasium an der Heinrich-Mann-Allee traf im Bauausschuss am Dienstagabend auf Unverständnis. „Man hätte es auch schön machen können“, frotzelte Wolfhard Kirsch (BürgerBündnis): „Da kann man dem Architekten nur raten, Efeu zu pflanzen.“ Saskia Hüneke (Bündnisgrüne) fragte angesichts der sehr einfachen Quader, ob nicht ein Architekturwettbewerb nötig gewesen wäre. Auch Stefan Wollenberg (Linke) reagierte überrascht, als die Bauverwaltung die Baugenehmigungsanträge inklusive Bauskizzen zeigte. Der erste Anbau für das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude sei jahrelang diskutiert worden, „weil er von der Straße aus nicht zu sehen sein sollte“. Wollenberg entsetzt: „Jetzt stellen Sie da so einen Quader daneben!“ Der Baubeigeordnete Matthias Klipp (Bündnisgrüne) erklärte, der Potsdamer Gestaltungsrat habe sich zwar mit dem Vorhaben des Kommunalen Immobilien Service (KIS) befasst, aber kein Votum abgegeben, da er mit dem Verfahren nicht einverstanden gewesen war. Klipp warnte die Stadtverordneten, in die Bauplanung noch einzugreifen: „Der KIS ist bereits in der Ausführungsplanung.“ Sollte nicht gebaut werden können, „muss jemand das den wütenden Eltern erklären“, sagte Klipp. Wie Stadtsprecher Markus Klier auf PNN-Anfrage am Mittwoch mitteilte, ist die Baugenehmigung beantragt worden. Baubeginn soll im Sommer dieses Jahres sein. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2014 geplant, so der Sprecher. Für die Sanierung des historischen Schulhauses und die Errichtung des Erweiterungsbaus seien insgesamt 8,4 Millionen Euro vorgesehen – 3,9 Millionen Euro für 2013 und 4,5 Millionen Euro für 2014.

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

Das Bürgerbündnis Potsdam vertritt seit über 20 Jahren in der Kommunalpolitik die Anliegen von Menschen, denen Potsdam am Herzen liegt. Ohne Parteizwang, ohne Lobbyismus - dafür mit Sachverstand und Leidenschaft für die Interessen der Bürger unserer Stadt.