Ein offenes Ohr,
ein offenes Auge:

Für das,
was Potsdam bewegt.

 

 

TERMINE
NEWS FILTERN

Politik vom Protest der Mieter überrascht

27.07.2017

Erste Reaktionen zum Streit um Sanierung am Brauhausberg


Südliche Innenstadt. Der Konflikt zwischen Mietern und Pro Potsdam am Brauhausberg hat die Kommunalpolitik überrascht. Wie berichtet, fordert der neu gegründete Verein Mieteschön den Stopp der am Montag beginnenden Sanierung der 145 Wohnungen. Der Verein bekundete Interesse, Teile der Siedlung zu erwerben und in Eigenregie zu sanieren.

David Kolesnyk (SPD) sagte gestern, er sei „überascht“. Einerseits sei es nach seiner Ansicht „zu spät um noch zu sagen, wir halten alles an" . Er äußerte sich aber auch erstaunt darüber, dass die Mieter ihr Interesse an einer Sanierung in Eigenregie nicht schon im Beteiligungsverfahren äußerten, das vor der Sanierung stattfand. Matthias Lack (Linke) sagte: „Ich finde es persönlich sehr schade, dass offenbar kein Kompromiss gefunden wurde." Er schlägt vor, das Dialogverfahren unter Beteiligung der Politik wieder aufzunehmen. Auch Janny Armbruster (Grüne) bedauerte, dass „ein Kompromiss nicht gefunden wurde ". Grundsätzlich entspreche der Sanierungsplan der Pro Potsdam dem Ziel, mit sozial verträglichen Mieten eine Verdrängung der Bewohner zu verhindern. Sie empfiehlt den Mietern, den Kontakt zur Politik zu suchen. Matthias Finken (CDU) sagte: „Die Pro Potsdam saniert mit Fördermitteln des Landes die Objekte mit dem Ziel, möglichst viele

bezahlbare Wohnungen zu erhalten. Eine andere Lösung würde dem zuwider laufen, dass wir keinen städtischen Wohnraum veräußern wollen. Mir ist die Pro Potsdam als äußerst gesprächsbereit bekannt — wie wir bei anderen Fällen gesehen haben. Deshalb sollte auch hier der Dialog an erster Stelle stehen." Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis) fragt: „Warum glauben die Mieter, dass sie günstiger sanieren können als die professionelle Pro Potsdam? Was herauskommt wenn es eine ,Mietersanierung' gibt, kann man täglich in der Zeppelinstraße sehen." Arndt Sändig (Andere) äußerte Kritik an der Pro Potsdam, die „zunächst offenlegen" solle, „welche Gewinne sie mit dem Objekt Brauhausberg während des langwierigen Restitutionsverfahrens eingefahren" habe. In dieser Zeit habe die Pro Potsdam „kaum Geld in Sanierungsarbeiten gesteckt". Für das Behlertkarree, das ebenfalls unter Mieterbeteiligung, aber ohne Förderung saniert wird, habe man die Zahlen herausgegeben. Ständig gab zudem zu bedenken, dass die Förderbedingungen für den Brauhausberg „bereits nach drei Jahren eine Mieterhöhung von zehn Prozent" zuließen. VO.

 

 Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 27.07.2017

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

Das Bürgerbündnis Potsdam vertritt seit über 20 Jahren in der Kommunalpolitik die Anliegen von Menschen, denen Potsdam am Herzen liegt. Ohne Parteizwang, ohne Lobbyismus - dafür mit Sachverstand und Leidenschaft für die Interessen der Bürger unserer Stadt.