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Rückblick: Veranstaltung Bewegung Fridays for Future und des Energieforums Potsdam

17.05.2019

Gedächtnisprotokoll zu den wesentliche Aussagen unseres Kandidaten im Wahlkreis 1, Herrn Christian Rindfleisch (Wirtschaftsprüfer, Jahrgang 1952, zwei Kinder 8 und 13 Jahre alt) beim Kandidatentalk im Treffpunkt Freizeit am 10. Mai 2019 auf Einladung der Bewegung Fridays for Future und des Energieforums Potsdam. 

1. Generell

Ja, es spricht sehr viel  für einen direkten Zusammenhang zwischen anthropogenen Ausstoß von Treibhausgasen und Veränderungen im Klima (entnommen aus: Prof. Ortwin Renn „Das Risikoparadox“  S. Fischer Verlag 2014 S. 382 dort zitiert)

Ja, ein Masterplan für den Klimaschutz in der Landeshauptstadt Potsdam ist wichtig - die wirksamsten Maßnahmen sind zu identifizieren und sofort zu fördern.

Ja, kommunale Gesellschaften sollen mehr Ergebnis behalten dürfen, um diese Maßnahmen umzusetzen.

2. Energie

Ja, eine Bepreisung des Co2 Ausstoßes ist notwendig

Ja, Wärmedämmung und Heizungsoptimierung sind geeignete Maßnahmen, um den Wärmeverbrauch zu senken und Fernwärme besser zu nutzen. Eine App, über welche die Raumtemperatur automatisch abgesenkt wird, sobald der Raum dauerhaft nicht betreten und hochgefahren bevor er wieder genutzt wird, kann dies unterstützen. 80 % der Räume werden zu 80 % der Zeit nicht genutzt. 1 Grad Raumtemperatursenkung führt zu 7 % weniger Verbrauch.

Ja, ein gemeinschaftlich betriebenes Windrad als Symbol ist zu befürworten

3. Verkehr

Ja, bessere Fußwege und Fahrradwege sowie mehr Fußgängerüberwege sind wünschenswert

Ja, gemeinschaftlich betriebene Mitfahrhilfesysteme (Krampnitz-Innenstadt) können Innenstadtverkehr mindern.

Ja, Logistikpläne sind mit den Gewerbetreibenden für die Innenstadt für Lieferverkehr und Paketzustelldienste zu erstellen.

Ja, ein Havelspange ist anzustreben um Schwerlastverkehr aus Potsdam rauszuhalten, selbst wenn die Stecke durch ein Naturschutzgebiet führt. Hier sind wie bei anderen Maßnahmen (Tram nach Krampnitz Abwägungen) zu treffen, auch wenn das Bürgerbündnis sich  grundsätzlich für den Erhalt der Natur engagiert.

Ja, kostenloses Ticket für Schüler und Auszubildende sind der Einstieg zum Umdenken, zur besseren Nutzung des ÖPNV, zur Verringerung des privaten Verkehrs und damit zur Reduzierung  klimaschädlicher Gase. Diese Maßnahme würde zu einem Ausfall von knapp 2 Mio € bei der VIP führen. Die VIP ist zukünftig besser finanziell auszustatten. Die hohen Verluste werden bisher durch die Ergebnisse bestimmter Sparten der EWP (Energie Werke Potsdam) ausgeglichen.

4. Finanzen

Ja, Transparenz der städtischen Finanzen ist notwendig. Es muss klar sein, was die eiserne Liquiditätsreserve sein soll, die nur in Notzeiten genutzt wird und was aus der vorhandenen Liquidität zusätzlich langfristig gefördert werden kann. Es braucht eine Prioritätenliste der Maßnahmen.

Ja, ein Klimabudget ist einzurichten.

Ja, zusätzlich muss investiert werden, um Extremwetterlagen wie Dürre/Starkregen, besser bewältigen zu können. Potsdam wächst um ca. 3.000 Einwohner pro Jahr, das u.a. auch  einen zusätzlichen Wasserverbrauch von ca. 100.000m³ pro Jahr mit sich.

5. Schluss

Ja, Teilnehmer der Veranstaltung sollten, sofern möglich, auf Flugreisen verzichten und die Raumtemperatur regulieren.

Ja, Herr Rindfleisch ist mit dem Fahrrad zur Veranstaltung gekommen.

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

Das Bürgerbündnis Potsdam vertritt seit über 20 Jahren in der Kommunalpolitik die Anliegen von Menschen, denen Potsdam am Herzen liegt. Ohne Parteizwang, ohne Lobbyismus - dafür mit Sachverstand und Leidenschaft für die Interessen der Bürger unserer Stadt.