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Stadtkanal das ausgebremste Herzensprojekt

07.10.2021

Kommunalpolitiker erinnern den Oberbürgermeister an sein Versprechen, die Rückgewinnung zur Chefsache zu machen


Das Rathaus bereitet die Öffnung des Stadtkanals in der Straße Am Kanal bis zur Hauptpost vor. In einem ersten Schritt soll es im Frühjahr 2022 einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung mit internationalen Architektur-Studierenden geben. Einen weiteren Zeitplan gibt es allerdings noch nicht. Das hat die Bauverwaltung auf drei unabhängig voneinander gestellte Anfragen der Stadtverordneten Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis), Sascha Krämer (Linke) und Clemens Viehrig (CDU) mitgeteilt. Alle drei hatten auf die Dringlichkeit verwiesen, mit der Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) das Projekt vor und nach dem Beginn seiner Amtszeit auf die kommunalpolitische Agenda gesetzt hatte. Und sie fragten, ob die Zielsetzung noch aktuell sei: „Wird die Rückgewinnung des Stadtkanals als zentrales Thema vom OB nicht mehr verfolgt?" (Kirsch); abgesehen von zwei Wortmeldungen des OB seien „zu diesem (Herzens-)Projekt seit zwei Jahren keine Aktivitäten der Stadt verzeichnet worden" (Viehrig); in der jährlich erscheinenden Broschüre zur Entwicklung der Stadtmitte von 2021 sei der Stadtkanal „ in der Dortustraße und Am Kanal erstmals nicht mehr zu sehen" (Krämer). Die Bauverwaltung verweist auf eine Debatte im Privatsender „Potsdam TV" im Juli 2020, bei der das Thema Stadtkanal „zuletzt ausführlich besprochen worden" sei. Der vom OB Anfang 2020 angekündigte Bürgerdialog zur teilweise modernen Neugestaltung des Stadtkanals sei durch die Corona-Pandemie aus gebremst worden, heißt es. Auch der Ideenwettbewerb zum Abschnitt Am Kanal sei schon für 2021 geplant gewesen, habe aber „ aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht durchgeführt werden" können. Einen neuen Zeitplan zur Öffnung des Abschnitts nennt die Verwaltung nicht und erklärt stattdessen, die Stadtverordneten würden „rechtzeitig über die nächsten Schritte und konkrete Planungen informiert". Willo Göpel, Vorsitzender des Bauvereins Potsdamer Stadtkanal von 1722, kritisiert das Vorgehen der Stadt scharf. Nachdem Mäzen Hasso Plattner seine zwischenzeitlich signalisierte Unterstützung des Kanalprojekts zurückgezogen hat, erklärte Göpel: „Ich kann verstehen, dass er sein Geld nicht in Projekte steckt, die von der Stadtverwaltung so offenkundig sabotiert werden."

Quelle: Märkische Allgemeine vom 07.10.2021

 

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