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Unsere Zukunft ist erneuerbar!

02.06.2008

Künftige kommunale Handlungsfelder in einer neu ausgerichteten Energiestrategie ist eine Antwort auf die momentane Betriebskostenexplosion. Bei ständig steigenden Preisen für fossile Brennstoffe liegt es gerade auch im Interesse der Bürger, dass die Stadt hier zukunftsfähig wird.

„Unsere Zukunft ist erneuerbar. Potsdam muss Modellregion für die Nutzung von Geothermie und Solarenergie werden, damit die Energiekosten für den Bürger wieder sinken, Ressourcen eingespart und dem Klimawandel entgegengewirkt wird.“

Die Entwicklung ökologisch nachhaltiger Stadtstrukturen ist ein konkretes Thema, das Jede(n) betrifft. Sie führt zur Sicherung einer hohen Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen und ist Bestandteil des Stadtentwicklungskonzeptes der Landeshauptstadt Potsdam.

Das BürgerBündnis wird sich weiterhin in der Stadtverordnetenversammlung konsequent für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Landeshauptstadt einsetzen. Diese hat hier großen Nachholbedarf auf allen Gebieten, besonders im Rahmen von Bebauungsplänen und Vorgaben für die Versorgungsstrukturen.

Potsdam hat das Glück, eigene Stadtwerke zu besitzen. Hierin liegt ein entscheidender Vorteil, der aber leider bisher nicht genutzt wurde. Die Stadtwerke werden offensichtlich nicht als strategischer Partner, sondern als „Dukatenesel“ zur Deckung offener oder versteckter Haushaltsdefizite gesehen. Zur Umsetzung einer neu ausgerichteten kommunalen Energiestrategie bedarf es hier stärkerer Einflussnahme auf die Energieeffizienz städtischer Versorgungsstrukturen. Bisher gemachte Erfahrungen zeigen, dass das selbst gesetzte lokale Klimaschutzziel (20% CO2-Reduktion bis 2020) nicht wegen mangelnder Technik oder aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht erreicht wird – insbesondere nicht bei dem aktuellen Energiepreisniveau. Vielmehr bedarf es des Wissens im Detail über die örtlich am besten geeigneten Maßnahmen im Rahmen einer umfassenden Strategie.


Konkret:
- In der nächsten Wahlperiode gilt es, die bestehende Energieversorgung mittels Alternativen zu unterstützen (z. B. zukunftweisende Speichertechnologien, wie einen saisonalen Tiefenspeicher für HKW Süd) und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieerzeugung (z.B. Bürgersolaranlagen, oberflächennahe Geothermie, Biogas-Brennstoffzellen) zu fördern.

- Hybridsysteme, wie die Kopplung von grundlastfähigen Biogas- und Geothermieanlagen, sowohl im Wärmebereich als auch in der Verstromung, bergen aus unserer Sicht besondere Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur im Land Brandenburg, sondern auch in der LHP. Auf Antrag des BürgerBündnis wurde schon im Jahr 2007 die Initiative vorangebracht, städtische Dächer für Photovoltaik und solarthermische Anlagen zur Verfügung zu stellen. Das BürgerBündnis unterstützt und fördert auch weiterhin jede in diese Richtung zielenden Initiativen.
Um Energieeinsparungen effektiv umzusetzen, hat das BürgerBündnis die Einführung eines Energiekatasters implementiert. Dieses kommunale Energiemanagement (KEM) dient der Erfassung aller städtischen Gebäude in einer fortlaufenden Datenbank, die eine Abschätzung zum energetischen Sanierungsbedarf erlaubt und den Erfolg der Sanierung durch direkte Eingaben des Energieverbrauchs kontrollieren kann.

Mittel- bis langfristig wird das BürgerBündnis eine neu ausgerichtete strategische kommunale Energiepolitik verfolgen, die sich auf 3 Säulen stützt:


1. Energieeffizienzmaßnahmen (z.B. energetische Gebäudesanierung im Bestand, Heizungsregulierungen, Wärmedämmungen etc.)

2. Energieeinsparmaßnahmen (z.B. intelligente Beleuchtungssysteme, Bewusstseinsbildung zum nachhaltigen Umgang mit bestehenden Ressourcen)

3. Einsatz erneuerbarer Energien


Potsdam, den 2. Juni 2008
Gez. Ute Bankwitz
Fraktionsvorsitzende BürgerBündnis freier Wähler e.V.

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

Das Bürgerbündnis Potsdam vertritt seit über 20 Jahren in der Kommunalpolitik die Anliegen von Menschen, denen Potsdam am Herzen liegt. Ohne Parteizwang, ohne Lobbyismus - dafür mit Sachverstand und Leidenschaft für die Interessen der Bürger unserer Stadt.