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Landschaftsplan der Landeshauptstadt Potsdam

10.08.2019

Kleine Anfrage


Im Potsdamer Landschaftsplan, der 2012 in der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde, wird unter anderem auf die besondere Bedeutung des Fahrländer Sees und des NSG „Sacrower See und Königswald“ mit den angrenzenden Ufern von Havel und Jungfernsee hingewiesen. Es wurde eine relativ hohe Artenvielfalt und -zusammensetzung festgestellt. Außerdem wurden 86 Arten nachgewiesen, davon 7 Arten, die in der Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten (BArtSchV) als vom Aussterben bedroht geführt werden. Darüber hinaus werden im Landschaftsplan übergeordnete gesamträumliche Ziele formuliert und mit handlungsorientierten Zielvorstellungen unterlegt wie zum Beispiel die deutliche Reduzierung der überbauten Flächen auf dem Areal der Kaserne Krampnitz, die landschaftsverträgliche Nachnutzung und Renaturierung von Teilflächen sowie die naturschutzfachliche Aufwertung brachgefallener Bauflächen, auch im Bereich der Insel Neu Fahrland, und die Verbesserung der Erlebbarkeit der Fahrländer Feldflur und der Sichtachsen.

 

Ich frage den Oberbürgermeister:

 

  1. Welche Maßnahmen wurden seit 2012 durchgeführt, um die in naturschutzfachlicher Hinsicht wertvollen Uferabschnitte, die als Habitate für gefährdete Vogelarten wie Kranich (Grus grus), Fisch- (Pandion haliaetus) und Seeadler (Haliaeetus albicilla) sowie als Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsplätze für Wasservögel und als Brutplatz, unter anderem auch für die Rohrweihe (Circus aeruginosus), dienen, zu erhalten und vor Störungen und Scheucheffekte durch Wassersportler (z.B. Windsurfer, Kitesurfer, Stand-up-Paddler)  und Wassertourismus zu schützen?
  1. Laut Landschaftsplan sollen für besonders empfindliche Biotopkomplexe  Pufferzonen eingerichtet werden, um die an die Europäische Union gemeldeten Natura-2000-Flächen, zu sichern. Welche Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen wurden durchgeführt oder sind geplant? 
  1. Wie werden die im Landschaftsplan formulierten übergeordneten gesamträumliche Ziele mit handlungsorientiert unterlegten Zielvorstellungen für die Teilräume 29 (Neu Fahrland /          Kirchberg / Krampnitz), 45 (Jungfernsee / Lehnitzsee / Krampnitzsee) und 46  (Sacrow-Paretzer-Kanal / Fahrländer See / Jubelitz / Weißer See) umgesetzt?



Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

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