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Neu Fahrland will eine Sporthalle

06.12.2019

Ortsvorsteherin wirbt für Standort „An der Birnenplantage" Verwaltung schiebt Projekt auf lange Bank


Neu Fahrland. Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) will eine Sporthalle auf dem Areal „An der Birnenplantage" errichten lassen. Einen entsprechenden Prüfantrag hat sie im April in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt zu prüfen, ob auf dem Gelände der Sport und Freizeitfläche "An der Birnenplantage" an dem Standort, wo sich Leichtbauhallen für Geflüchtete befanden eine Mehrzwecksporthalle mit integriertem Sanitärbereich errichtet werden kann nicht nur der angedachte Sanitär und Umkleideriegel für den Sportplatz."

Hintergrund ist der Mangel bei Sporthallenflächen im Potsdamer Norden, erklärt Klockow. Zudem fehlen Umkleidemöglichkeiten und Sanitärräume für den nahe gelegenen Fußballplatz. Auch die Schulsportanlagen in Fahrland würden entlastet. „Durch eine Mehrzwecksporthalle mit integriertem Sanitärbereich könnte das Angebot an Breitensportmöglichkeiten für alle Generationen erheblich verbessert werden" , argumentiert Klockow. Nach acht Monaten liegt nun das Ergebnis des Prüfauftrages vor. Fazit: Theoretisch wäre der Bau einer Einfeldturnhalle mit angrenzendem Sportfunktionstrakt vom Platzbedarf her möglich. Und: „Eine Sporthalle würde aus Sicht des Bereichs Familie, Freizeit und Sport den Standort unter dem Aspekt der Sportmöglichkeiten und Angebote aufwerten. Auch die ansässige Kita könnte profitieren." Aber: Die Entscheidung zum Bau einer Einfachhalle sei „abhängig von der Klärung der Finanzierung". Immerhin ließe sich ein Anbau oder separate Errichtung eines Hallenteils auch nach der Errichtung von Sportfunktionsräumlichkeite nrealisieren. Zum Thema Kosten präsentiert die Verwaltung zwei Varianten. Die erste beinhaltet den Neubau eines Sportfunktionsgebäudes mit Umkleide-, Sanitärbereichen und Lagerräumen, was etwa 1 390 000 Euro kosten würde. Variante zwei ist der Neubau von Sportfunktionsräumlichkeiten und Mehrzwecksporthalle. Würde das Projekt in zwei Abschnitten in Angriff genommen, entstünden Gesamtkosten in Höhe von 3 540 000 Euro, Aus Kostengründen soll jetzt nur der Bau des Sportfunktionsgebäudes in die Haushaltsberatung einfließen. Ortsvorsteherin Carmen Klockow hält die Kosten-Aufschlüsselung der Verwaltung für nicht plausibel: „Es wird behauptet, dass durch den zusätzlichen Bau einer Turnhalle Mehrkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro entstünden zuzüglich Betriebskosten. Dieser Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass erst der Sanitärriegel gebaut und irgendwann später eine Turnhalle zusätzlich errichtet wird." In ihrem Antrag sei es aber um die Prüfung der kompletten Errichtung eines einzigen Bauwerks mit Mehrzwecksporthalle und integriertem Sanitärbereich gegangen. „Dadurch wären die Gesamtkosten wahrscheinlich erheblich geringer als bei der jetzt vorgestellten Variante ", vermutet Klockow.

 

Quelle: Märkische Allgemeine vom 6.12.2019

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