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Radschnellweg Krampnitz

26.01.2021

kleine Anfrage


Im „3. Statusbericht Krampnitz“ wird auch ein Radschnellweg beschrieben, der von Krampnitz in Richtung Potsdamer Innenstadt durch einen Teil des Landschaftsschutzgebiets „Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft“ (Maßnahme C6 im Statusbericht) in einem knapp anderthalb Kilometer langen, weitgehend unbebauten Abschnitt am Fahrländer See im Landschaftsschutzgebiet verlaufen und asphaltiert werden soll.

Die Gesamtkosten werden auf circa 6,4 Mio. € geschätzt.

 Als Grundlage der Maßnahme C6 wurde neben dem Radverkehrskonzept der LHP von 2017 (DS 17/SVV/0020) auch die Machbarkeitsstudie zu Radschnellverbindungen (DS 15/SVV/0585) herangezogen. Diese datiert aus dem Jahr 2015 und geht davon aus, dass 3.800 Bürger nach Krampnitz ziehen werden. Inzwischen wird der neue Stadtteil für mehr als 10.000 Bürger, also fast dreimal so viele Einwohner, geplant.

Gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) sollen Radschnellwege keine gemeinsame Führung für Fuß- und Radverkehr haben. In Neu Fahrland soll jedoch der Radschnellweg durch das Wohngebiet „Ringstraße“ geführt werden, eine relativ schmale Straße ohne Bürgersteig, an der viele Familien mit Kindern wohnen. Laut der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 soll er eine Breite von 4 Metern haben. Es heißt weiter: „Der ruhende Verkehr müsse neu geordnet werden“.

Ich frage den Oberbürgermeister: 

  1. Wieso beruft man sich bei der Beschreibung der Maßnahme C6 auf eine veraltete Grundlage und hat keine aktualisierte herangezogen?
  2. Können aufgrund der inzwischen zu erwartenden erheblich höheren Bevölkerungszahlen die Ergebnisse der alten Untersuchung noch zugrunde gelegt werden (z.B. ein Radschnellweg von insgesamt nur 4 m Breite)?
  3. Wie hoch beläuft sich der Kostenanteil für den Bau der Brücke über den Sacrow-Paretzer-Kanal?
  4. In welcher Weise soll mit der Maßnahme „Radschnellweg“ im Wohngebiet „Ringstraße“ gewährleistet werden, dass sich dort auch Fußgänger sicher bewegen können?
  5. Liegt die Genehmigung der Landesregierung für den Bau eines Radschnellwegs durch das Landschaftsschutzgebiet „Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft“ vor bzw. wann wurde sie beantragt?

Einreicher: Stadtverordnete Dr. Klockow, Fraktion Bürgerbündnis

Die Potsdamer Fraktion Bürgerbündnis stellt sich vor:

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